BOGUS VOLKSABSTIMMUNG?

In den von Russland kontrollierten Gebieten der Ukraine, nämlich in Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja, hat Russland eine Volksabstimmung durchgeführt, bei der die Bevölkerung für oder gegen den Anschluss der Gebiete an die Russische Föderation stimmen konnte.

Noch bevor die erste Wahlurne aufgestellt war, heulten die westlichen Politiker zusammen mit den Medien und dem Regime in Kiew auf und verkündeten lautstark, dass sie das Ergebnis nicht anerkennen werden, dass die Abstimmung dem Völkerrecht widerspricht und illegal ist. Seitdem wird peinlich genau darauf geachtet, dass in den ÖRR Sendern, den Printmedien und den mehr oder minder inhaltslosen Verlautbarungen der Politiker ausschließlich von „Scheinreferenden“ die Rede ist. Der Komiker Selenskyj verkündet außerdem, dass er alle diese Gebiete zurückerobern wird. Im nächsten Satz fordert er dann weitere schwere Waffen von den NATO-Staaten, natürlich mit ausgebildetem Bedienungspersonal, da er ja alleine offensichtlich nichts zu Stande bringt.

Warum die Abstimmungen „Scheinreferenden“ sind, hat noch niemand einleuchtend erklären können. Die einzigen Argumente waren bisher, dass keine unabhängigen Wahlbeobachter vor Ort waren und dass die Menschen gezwungen wurden, zu wählen. Nun, Wahlbeobachter in Kriegsgebieten ist eine schwierige Angelegenheit, in Gebieten, in denen die ukrainischen Streitkräfte rücksichtslos alles bombardieren und auch vor Gefangenenlagern, Kernkraftwerken, Krankenhäusern, ziviler Infrastruktur und Zivilisten nicht zurückschrecken.

Das Argument, dass die Menschen zur Wahl gezwungen wurden, ist geradezu lächerlich, wenn man einmal in andere Länder schaut. Es gibt eine gesetzliche Wahlpflicht in Australien, Indonesien, Liechtenstein, Schweiz, Belgien, Griechenland, Indien, Italien, Luxemburg, Mexiko, Neuseeland, Singapur und etlichen weiteren Ländern. Sind etwa alle Wahlen in diesen Ländern auch „Scheinreferenden“?

Bei dieser ganzen Debatte werden außerdem einige wichtige Fakten übersehen oder bewusst verschwiegen.

Schon vor Beginn des offenen Krieges am 24.2.2022 gab es Umfragen in der Ukraine, zu welchem Land die Menschen sich zugehörig fühlten. Dabei nannten in der westlichen Ukraine etwa 30% Russland und 70% die Ukraine. In den südöstlichen Landesteilen war das Verhältnis genau umgekehrt, etwa 70% fühlten sich mehr zu Russland gehörig als zur Ukraine. Dass jetzt, nach jahrelangem Terror und Beschuss durch die ukrainische Armee, die Abstimmungsergebnisse in diesen Gebieten bei über 90%, bzw. bei 87% in Cherson, für den Anschluss an die Russische Föderation lagen, darf doch nicht wirklich überraschen.

Auch wird gerne übersehen, dass schon seit 2013/2014 immer von den „Separatisten“ in der Ostukraine die Rede ist. Das zeigt doch, dass hier eine starke Tendenz besteht, sich von der Ukraine abzuspalten. Somit zeigt das Ergebnis der Referenden doch ziemlich klar den Willen des Volkes, zumindest einer großen Mehrheit.

Unter Berücksichtigung dieser Vorgeschichte und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker ist es zynisch, dumm und zeugt von Kadavergehorsam gegenüber den USA, hier von Scheinreferenden, Nichtanerkennung, Rückeroberung und dergleichen zu reden!

Holger Vorbeck Written by:

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